Clicker Seminar

Der Kurs wurde von Denise Nardelli geleitet.
Der Kurs begann mit einer Vorstellungsrunde. Denise Nardelli bat um Namen und Wünsche für diesen Kurs. Das Namen lernen, stellte sie schmunzelnd fest, wäre dieses Mal doch etwas schwieriger für Sie, denn außer einem sympathischen Sheltie und unseren drei weißen Großspitzen waren alles andere Wolfspitze. Da kann man die Besitzer nicht so leicht an ihren Hunden erkennen. Es gab zahlreiche Wünsche vom Doggie-Fit für den Ehrenring der nächsten Ausstellung über „Schäm dich“, „Home, Einparken“ „Nein sagen“, Pfoten überkreuzen, Slalom durch die Beine, durch Arme springen, über Beine springen, Türe schließen, Matten
ausrollen bis rückwärts gehen.
Mit viel Erfahrung und Geduld erklärte Denise
Nardelli uns zuerst die Grundlagen ihrer Arbeit. Sie verglich das Einstudieren der Tricks mit einem Hausbau. Für jeden Trick müssten wir den Bauplan kennen. Wir würden das Haus zusammen mit unserem Hund bauen und müssten ihm daher sagen, was er tun soll. Ein Haus bestünde aus mehreren Etagen und jede Etage würde Stein für Stein gebaut und hier würde jeder Stein einem Click mit Belohnung entsprechen. Und erst wenn eine Etage sicher stünde, könnten wir darauf aufbauen. Wenn man einzelne Steine oder ganze Etagen weglassen würde, wäre das Haus zwar schneller fertig, aber es würde dann nicht dem Bauplan entsprechen und wäre auch nicht so stabil wie erwartet. Daher müsste jeder Übungsschritt ca. 20-50 Mal wiederholt werden, bevor man mit der nächsten Etage (Übungseinheit) beginnen könne. Nur so würde unserem Hund klar, was wir von ihm wünschen, und der Übungsschritt ginge bei ihm dann so sicher in die Füße, dass er nicht mehr darüber nachdenken müsste. Wichtig war ihr noch, dass der Hund aus jeder Trainingseinheit als Sieger hervorgehen soll, sie nennt das GLADIATOR. dass man nie mehr als 2 Fehlversuche am Stück riskieren soll, sie nennt das GAME BOY. Es muss Freude machen. dass man aufhört, wenn es gut klappt, sie nennt das GIGA BYTE. ein Zeichen, dass dem Hund eine Übungsstufe vom Kopf in die Pfoten gegangen ist, ist eine Klickrate von 8-12 Klicks pro Minute. Sie nennt das GOOFY – Goodies for you Denise teilte uns in vier Dreier-Gruppen ein, damit sie genug Zeit hätte, jeden von uns zu beobachten und bei Bedarf zu helfen und zu korrigieren.
Wir begannen mit dem Handtarget. Hier fingen schon unsere Schwierigkeiten an. Welche Hand nehmen wir, wie kommt das Futter in die Hand, und wie in den Hund, wo ist der Klicker… Es war schon ganz schön schwierig für uns Anfänger mit dem „Lieferservice“. Die Hunde sollen ja lernen unabhängig von der Futterhand selbständig zu denken. Aber mit Humor und Geduld schaffte es Denise uns allen den richtigen Umgang nahezubringen. Nach dem Handtarget folgte der Bodentarget in Form der Dogstepper Seitenteile, die ganz genial zu größeren Flächen zusammengesteckt werden können. Überraschend war für uns, dass manche Hunde eine größere Fläche benötigen, bevor sie lernen können, auf einer kleinen Fläche zu stehen. Manche Hunde benötigen erst diese Erfahrung, um sich selbst besser einschätzen zu können. [Quelle: Verein f. Deutsche spitze Gruppe Karlsdorf Neuthardt]